Kategorie: Sporty Spice

Hier dreht sich alles um Energie und Action. Ob beim Laufen, Radeln oder Schwimmen – Hauptsache Bewegung und gute Laune.

  • Bikefitting – Sinnvolle Investition oder teure Spielerei?

    Du sitzt auf dem Rad, trittst fleißig in die Pedale – aber irgendwas passt einfach nicht. Die Hände schlafen ein, der Rücken meckert und du fragst dich: Muss das so sein?
    Als ich von Bikefitting gehört habe, war für mich ziemlich schnell klar: Das probiere ich aus. Ich wollte wissen, ob meine Beschwerden durch eine bessere Sitzposition verschwinden – und ob das Ganze wirklich mehr ist als nur teure Spielerei.

    Was ist Bikefitting?

    Bikefitting ist die individuelle Anpassung des Fahrrads an die Körpermaße und Bedürfnisse des Fahrers bzw. der Fahrerin. Ziel ist es, die optimale Sitzposition zu finden, um Komfort, Effizienz und Leistung zu steigern – und vor allem, um Beschwerden zu vermeiden. Ein professionelles Bikefitting kann bei Problemen wie Rückenschmerzen, Taubheitsgefühlen oder Knieschmerzen helfen, aber auch ambitionierten Sportler*innen helfen, das letzte Quäntchen Leistung herauszukitzeln. Dies wird durch Änderungen der Einstellungen verschiedener vorhandener Komponenten oder durch das ersetzen von Komponenten gemacht.

    Für wen ist Bikefitting geeignet?

    Bikefitting ist grundsätzlich für jeden Radfahrer geeignet, der seine Sitzposition optimieren oder Beschwerden beim Radfahren reduzieren möchte. Es ist nicht nur für ambitionierte Sportler, sondern auch für Freizeitradler und Menschen mit Beschwerden sinnvoll. Kurz gesagt für alle:

    • Radfahrer mit Beschwerden 
    • Radfahrer mit dem Wunsch nach Leistungssteigerung
    • Radfahrer, die viel unterwegs sind
    • Radfahrer mit neuen Fahrrädern
    • Radfahrer mit spezifischen Bedürfnissen 

    Was wird beim Bikefitting bewertet?

    Ein Bikefitting ist mehr als „Sattel verstellen“. Es umfasst eine ganzheitliche Betrachtung von Rad und Mensch:

    • Vermessung deiner Körperproportionen: z. B. Beinlänge, Schulterbreite, Fußstellung, Beweglichkeit
    • Analyse deines Fahrrads: Rahmen, Sattel, Lenker, Vorbau, Pedale, Cleats
    • Bewegungsanalyse auf dem Rad: Wie sitzt du? Wie bewegen sich deine Knie, Arme, Schultern beim Fahren?

    Es ist daher ratsam, seine gewohnte Radkleidung mitzubringen – inkl. Schuhe (vor allem bei Klickpedalen) –, damit alles möglichst realistisch getestet werden kann.

    Wie läuft ein Bikefitting ab?

    Ein Bikefitting erinnert vom Ablauf her ein wenig an einen Physiotherapie-Termin:

    1. Anamnese: Welche Beschwerden hast du? Wie oft fährst du? Gibt es sportliche Ziele?
    2. Vermessung & Analyse: Mit Markierungen, Kameras und Software wird deine Position auf dem Rad analysiert.
    3. Optimierung: Der/die Fitter*in erklärt die Schwachstellen und nimmt erste Anpassungen vor – z. B. am Sattel, Lenker oder den Cleats. Er gibt dir auch erste Tipps für deine Haltung.
    4. Re-Test: Du fährst erneut. Veränderungen werden überprüft und bei Bedarf weiter angepasst.
    5. Empfehlungen: Falls nötig, werden Umbauten empfohlen (z. B. anderer Lenker, kürzerer Vorbau etc.).

    Fazit

    Lohnt es sich zum Bikefitting zu gehen?
    Ja, definitiv!

    Ein Bikefitting ist keine Hexerei, sondern eine fundierte, individuelle Beratung und Justierung. Gerade wenn du Beschwerden hast, viel Rad fährst oder ambitioniert trainierst, ist es eine sinnvolle Investition. Natürlich hängt der Erfolg auch von der Erfahrung des Fitters/der Fitterin ab – und davon, wie offen du selbst für Änderungen bist.

  • Triathlon-Tagebuch: Juli

    Schwimmen

    Ich war nicht schwimmen.

    Radfahren

    Wer sich mit dem Radfahren beschäftigt, weiß: Irgendwann stellt man sich die Frage, ob Klickpedale – also Pedale, in die man sich mit speziellen Schuhen einklickt – nicht doch die bessere Wahl wären. Gleichzeitig kommt meist auch die Sorge auf, ob man im entscheidenden Moment noch rechtzeitig ausklicken kann – oder ob man einfach umkippt.

    Nach einigen hundert Kilometern ist es nun auch mir passiert: Rosi und ich sind umgekippt. Wir waren auf einem Singletrail unterwegs, es war matschig, da es in der Nacht zuvor stark geregnet hatte. Auf einer Wurzel brach mir das Hinterrad aus, ich geriet ins Wanken und schaffte es nicht mehr, mich rechtzeitig auszuklicken – also fielen Rosi und ich um.

    Natürlich auf die Kettenseite, aber zum Glück ging nichts kaputt. Dafür landete ich halb in Brennnesseln. Sonst ist nichts passiert – ein bisschen Dreck und Matsch, aber alles noch heil. Auch bei Rosi.

    DatumDistanzZeitØ Geschwindigkeit (km/h)Ø Herzfrequenz (Schläge pro Minute)Bemerkung
    08.0764,1403:24:2718,8138
    20.0717,5400:53:3419,6124
    21.0746,4802:19:1720,0125
    22.0728,5201:22.3220,7145Koppeltraining

    Laufen

    DatumDistanzZeitPace (auf 1km)Ø Herzfrequenz (Schläge pro Minute)Bemerkung
    03.073,0400:23:4307:48161abgebrochen
    04.074,0500:30:0507:26162
    09.074,000:30:0107:30158
    13.079,1601:11:0107:45165
    14.074,0100:33:4908:26143
    22.072,0100:15:1207:33161Koppeltraining
    28.071,0400:07:4607:27144
    29.072,7500:21:2407:47143

    Koppeltraining

    Ich habe das erste Mal „richtig“ gekoppelt.

    An dem Tag erkundete ich eine kurze Runde rund um den Flughafen, und als ich zurückkam, beschloss ich kurzerhand, dass ich noch genug Energie hätte, um locker fünf Kilometer zu laufen. Long Story Short: Nein, hat nicht gereicht – nach zwei Kilometern war Schluss. Meine „Wechselzonen“-Zeit lag bei zehn Minuten. Ich hatte allerdings auch nichts vorbereitet und musste erst alles zu Hause zusammensuchen.

    DatumEinheit 1Einheit 2Bemerkung
    22.07RadfahrenLaufen

    Krafttraining

    Ich war nicht im Fitnessstudio.

    Wettbewerbe

    Es standen keine Wettkämpfe an, aber ich war bei der Challenge Roth zu Besuch und habe als Volunteer beim Hamburg Triathlon mitgeholfen.

    Bemerkungen

    Der Juli lief trainingstechnisch schlecht – sogar noch schlechter als der Juni.

    Zum Schwimmen bin ich gar nicht gekommen. Es kam ständig etwas dazwischen, dann wurde ich krank, und diese Erkältung zog sich ganz schön hin. Wieder den Einstieg zu finden – egal in welche der drei Disziplinen – war richtig schwer. Vielleicht war es auch gar keine einfache Erkältung, sondern Corona. Ich merke jedenfalls immer noch, dass mir die Kraft fehlt.

    Und wenn es mal gepasst hätte, hat das Wetter nicht mitgespielt: Regen von oben, und an Freiwassertraining war oft nicht zu denken – teils sah es sogar gefährlich nach Gewitter aus.

    Aktuell ist mein Ziel, wieder in den gewohnten Trainingsrhythmus zu kommen – und natürlich meldet sich pünktlich dazu auch noch der „Frauenkram“. Große Freude.

  • Meine Lieblings-Sport-BHs: Halt, Komfort & kein Nippel-Drama

    Meine Lieblings-Sport-BHs: Halt, Komfort & kein Nippel-Drama

    Es war eine kleine Odyssee, endlich für mich geeignete Sport-BHs zu finden. Nicht, weil meine Brüste besonders anders wären als die von anderen Frauen – sie sind ganz normal. Allerdings: das Bindegewebe ist nicht gerade auf Hochleistung getrimmt, die Schwerkraft tut ihr Übriges und eine Schwangerschaft liegt auch hinter mir. Trotzdem war es vor allem mein Kopf, der es mir schwer machte, den richtigen Sport-BH zu finden.

    Was für mich ein No-Go ist

    Gerade beim Laufen mag ich es überhaupt nicht, wenn da etwas hopst oder sich wie wild gewordene Kirchenglocken in alle Richtungen bewegt. Besonders schlimm finde ich es, wenn die Brüste nach links und rechts gezogen werden – da bekomme ich sofort schlechte Laune. Aber was für mich wirklich gar nicht geht: wenn man die Nippel durchsieht.

    Das liegt an einem Jugendtrauma: Ich hatte damals einen knallgelben Sport-Bikini, der, sobald er nass wurde, die Nippel-Teller durchscheinen ließ. Das war damals ziemlich uncool und hat mich nachhaltig geprägt. Deshalb achte ich heute extrem darauf, dass Sport-BHs ein Pad haben, das zuverlässig alles abdeckt. Nippel-Teller oder sonstige „nippelige“ Momente? Nein, danke.

    Von Oma-Gestell zu stylisch & funktional

    In meiner Jugend hielt ich Sport-BHs sowieso für völlig überflüssig. Die wenigen Modelle, die es gab, sahen nach „Alt-Oma-Gestell“ aus – und das wollte man sich als junge Frau einfach nicht antun. Zum Glück haben sich Design und Auswahl in den letzten Jahren deutlich verbessert.

    Mein erster „richtiger“ Sport-BH kam von Brooks. Er war zwar ziemlich umständlich anzuziehen, aber erfüllte alle meine Kriterien: Halt, Komfort und vollständige Abdeckung. Doch wie es immer so ist – sobald man etwas liebt, wird es aus dem Sortiment genommen.

    Also begann ich wieder von vorne. Ich probierte verschiedene Marken aus – natürlich auch jene, die auf Social Media ständig empfohlen werden. Shock Absorber, Champion, Anita, Triumph … alle klangen vielversprechend, waren aber entweder unbezahlbar oder hielten nicht, was sie versprachen.

    Die Entdeckung: Yvette

    Durch Zufall stieß ich auf die Marke Yvette. Sie haben mich wirklich überrascht. Klar: Es gibt auch hier kleinere Nachteile, wie das manchmal umständliche Anziehen über den Kopf. Aber insgesamt bin ich überzeugt – vor allem was Halt, Stützkraft und die zuverlässige Abdeckung angeht. Mein Fazit: Nicht perfekt, aber verdammt nah dran.

    Meine Empfehlungen

    1. Yvette Sport-BH Strong Black

    • High Support
    • gepolsterte Cups
    • gekreuzter Rücken
    • anziehen etwas umständlich über Kopf
    • Preis ca. 30 Euro

    Die Cups fallen eher klein aus, deswegen habe ich eine Cup-Größe größer genommen, beim Unterbrustband aber meine normale Größe behalten – auch wenn man bei Kreuzgrößen eigentlich beides anpassen sollte.

    2. Yvette Sport-BH Tropical Holiday

    • High Support
    • gepolsterte Cups
    • Racerback Rücken
    • anziehen sehr einfach, durch den Reißverschluss vorne
    • Preis ca. 35 Euro

    Für alle Frauen mit „Nippel-Trauma“, schwachem Bindegewebe oder dem Wunsch, sich beim Sport einfach sicher und wohl zu fühlen: Ich kann die Sport-BHs von Yvette wirklich empfehlen. Sie vereinen Funktionalität mit einem ansprechenden Look – und das zu einem vernünftigen Preis.

    Etwas umständlich finde ich, dass Yvette bei Amazon je nach BH-Modell unterschiedliche Größenangaben verwendet. Bestellt man hingegen direkt über die Yvette-Webseite, sind die Größenangaben einheitlich und nachvollziehbarer.

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    Dieser Blogeintrag ist nicht im Auftrag entstanden und ich wurde für diesen Beitrag nicht bezahlt. Es handelt sich um meine persönliche, unbeauftragte Empfehlung basierend auf meinen eigenen Erfahrungen.

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    P.S.: Ja, ich bügle meine Bettwäsche nicht.

  • Den perfekten Sport-BH finden: Dein Guide für optimalen Halt beim Laufen

    Laufen ist ein unkomplizierter Sport – Schuhe an, raus und los! Doch für Frauen gibt es ein wichtiges Extra, das nie fehlen sollte: ein perfekt sitzender Sport-BH. Warum der so wichtig ist, worauf du beim Kauf achten solltest und wie du deine ideale Größe findest, erfährst du hier.

    Warum ein Sport-BH beim Laufen unverzichtbar ist

    Die weibliche Brust besteht aus Drüsen-, Fett- und Bindegewebe – empfindliches Gewebe, das keine eigene Muskulatur besitzt und somit bei Bewegung nicht aktiv gestützt wird. Beim Laufen schwingt die Brust in einer 8-förmigen Bewegung – nicht nur auf und ab, sondern auch seitlich sowie vor und zurück.

    Ohne ausreichenden Halt kann das zu:

    • Überdehnung des Gewebes,
    • Schmerzen oder Verspannungen im Rücken und Nacken,
    • Hautirritationen und Scheuerstellen führen.

    Ein hochwertiger Sport-BH schützt vor all dem, indem er die Bewegungen kontrolliert, das Brustgewebe stabilisiert und für Komfort sorgt – selbst bei intensiven Läufen.

    Worauf du beim Kauf eines Sport-BHs achten solltest

    1. Das richtige Stützlevel: High Impact fürs Laufen

    Beim Laufen solltest du zu einem Sport-BH mit hoher Stützkraft (High Impact oder Maximal Support) greifen. Nur diese Modelle sind auf die starken Erschütterungen und Bewegungen beim Joggen ausgelegt.

    2. Die optimale Passform

    Ein guter Sport-BH sollte:

    • fest, aber nicht einengend sitzen,
    • die Brust vollständig umschließen,
    • nicht verrutschen oder sich bei Bewegung einrollen,
    • über verstellbare Träger und idealerweise mehrstufige Verschlüsse verfügen.

    Ein zu lockerer BH bietet keinen Halt, ein zu enger schnürt ein und kann die Atmung einschränken.

    3. Die Materialien: Atmungsaktiv & funktional

    Setze auf atmungsaktive, feuchtigkeitsableitende Stoffe wie Polyester, Nylon oder spezielle Funktionsmaterialien mit sogenanntem Sweat Management. Diese transportieren den Schweiß weg von der Haut – das verhindert Reibung und Hautreizungen.

    Innenmaterialien wie weiches Frottee sind hautfreundlich, während glatte, flach verarbeitete Nähte oder nahtlose Designs Reibung minimieren.

    So findest du deine perfekte BH-Größe

    Die passende Größe ist entscheidend für Halt und Komfort. Viele Frauen tragen leider dauerhaft die falsche BH-Größe – vor allem beim Sport wird das zum Problem.

    Größe bestimmen – So geht’s:

    Du brauchst ein Maßband – am besten nackt oder mit einem dünnen Top.

    1. Unterbrustumfang:
      Maßband direkt unterhalb der Brust anlegen, eng anliegend, aber nicht einschnürend.
    2. Brustumfang:
      An der weitesten Stelle der Brust messen (meist auf Höhe der Brustwarzen).

    Größentabelle Unterbrustumfang:

    BH-Größe65707580859095
    Unterbrustumfang (cm)63–6768–7273–7778–8283–8788–9293–97

    Cup-Größe nach Differenz (Brust minus Unterbrust):

    Cup-GrößeABCDEFG
    Differenz in cm12141618202224

    Tipp: Sport-BHs dürfen etwas fester sitzen als Alltags-BHs – aber nie unbequem oder einschnürend!

    Kreuzgrößen – So korrigierst du die Passform bei Bedarf:

    • Unterbrustband zu locker, Cup passt: → eine Größe kleiner beim Band, eine größer beim Cup (z. B. 75B → 70C)
    • Unterbrustband zu eng, Cup passt: → eine Größe größer beim Band, eine kleiner beim Cup (z. B. 75B → 80A)

    Die Trägerform – mehr als nur ein Detail

    Breite, gepolsterte Träger erhöhen den Komfort und vermeiden Druckstellen. Modelle mit Racerback-Design oder überkreuzbaren Trägern bieten oft zusätzliche Stabilität.

    Auch wichtig: Die Träger dürfen nicht rutschen oder einschneiden, und das Unterbrustband muss beim Heben der Arme an Ort und Stelle bleiben.

    Anprobe-Tipps: So testest du deinen Sport-BH richtig

    Da du Sport-BHs im Alltag nicht wirklich „einlaufen“ kannst, empfiehlt es sich, bei der Anprobe aktiv zu werden:

    • Hüpfe, springe oder jogge auf der Stelle
    • Prüfe, ob alles an Ort und Stelle bleibt
    • Achte auf Atemfreiheit, Tragekomfort und ob du dich gut gehalten fühlst

    Merke: Du solltest den Sport-BH beim ersten Tragen auf dem lockersten Haken schließen. Mit der Zeit kannst du enger stellen.

    Wie pflege ich meinen Sport-BH richtig?

    • Nach jedem Lauf waschen – bei max. 30 °C im Schonwaschgang
    • Häkchen schließen oder Wäschesäckchen nutzen
    • Kein Weichspüler! – dieser zerstört die Elastizität und Atmungsaktivität

    Wann sollte ich meinen Sport-BH austauschen?

    Ein Sport-BH verliert mit der Zeit an Elastizität. Spätestens wenn:

    • das Band nach oben rutscht,
    • die Träger sich dehnen,
    • der Halt nachlässt,
    • oder Nähte beschädigt sind,

    … ist es Zeit für einen neuen.

    Fazit: Laufen ohne Kompromisse – mit dem richtigen Sport-BH

    Ein Sport-BH ist kein „Nice-to-have“, sondern absolute Pflichtausrüstung für Läuferinnen – unabhängig von der Cup-Größe. Er schützt deine Brust, verbessert das Tragegefühl und kann sogar deine Laufleistung positiv beeinflussen.

    Ein gut sitzender BH gibt dir nicht nur physischen, sondern auch mentalen Halt – du kannst dich voll auf deinen Lauf konzentrieren, statt ständig an deinem Outfit zu zupfen. Teste verschiedene Modelle, höre auf dein Körpergefühl – und finde deinen Sport-BH fürs Leben (oder zumindest für die nächste Wettkampfsaison).

  • Erkenntnisse aus 6 Monaten Triathlon-Training

    Der Triathlon rückt näher, und mit ihm auch die Erkenntnis, dass Theorie und Praxis manchmal zwei verschiedene Paar Laufschuhe sind. Ich wollte alles durchziehen: strukturiert, motiviert, ehrgeizig. Was ich bekommen habe, war ein ziemliches Auf und Ab – mental wie körperlich. Und trotzdem passiert was. Vielleicht nicht immer sichtbar, aber spürbar. Manchmal.

    Hier also mein Zwischenstand – ehrlich, ungeschönt und mit der Hoffnung, dass die nächsten zwei Monate noch ein bisschen Klarheit (und Form) bringen.

    Schwimmen

    Das Schwimmen kommt ganz eindeutig zu kurz. Und trotzdem vermeldet meine Garmin hier am häufigsten eine neue Bestzeit über 400m oder 1000m. Könnte man fast als Strategie verkaufen – ist aber eher Zufall.

    Während der Schwimmbad-Sessions war ich noch ziemlich zuversichtlich, eine solide Zeit hinlegen zu können. Aber nachdem ich jetzt ein-, zweimal im Freiwasser geschwommen bin, sehe ich das deutlich kritischer. Ein Dämpfer. Mein Plan ist daher, so oft wie möglich ins Freiwasser zu gehen und zusätzlich Intervalle im Schwimmbad zu absolvieren (erstmal 50 Meter schnell, 100 Meter locker, dann langsam steigern). Ob sich das zeitlich alles umsetzen lässt, ist allerdings eine andere Frage. Und das Wetter muss – zumindest fürs Freiwasser – auch mitspielen.

    Radfahren

    Hier ist ordentlich Geld geflossen, dafür hat sich leistungsmäßig eher wenig getan. Ich habe mir Radhosen zugelegt – und ein Gravelbike. Aber meine Durchschnittsgeschwindigkeit liegt auf Rennrad-Strecken immer noch bei 21-22kmh.

    Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob mein aktuelles Radtraining wirklich triathlontauglich ist. Meine Strecken sind mittlerweile eher auf Offroad und weniger auf Tempo ausgerichtet. Hier muss ich definitiv einen besseren Mix finden. Vielleicht sollte ich die Rolle wieder aus dem Keller holen, um wirklich in die Pedale treten zu können.

    Ich versuche, das Wetter nicht mehr als Ausrede zu nehmen, vor allem bei Wind. Immerhin kann ich mir die Bedingungen am Wettkampftag auch nicht aussuchen. Aber wenn ich es könnte: bitte windstill!

    Laufen

    Meine Laufstrecken sind flach, aber Leistung und Motivation sind ein Auf und Ab. Auf einen schlechten Monat folgt ein guter, dann wieder ein schlechter. Ich bemühe mich weiterhin, die Trainingsvorschläge meiner Garmin umzusetzen, aber deren Schwellen- und VO2max-Einheiten sind wirklich brutal. Zu brutal.

    Aktuell fehlt mir auch die Motivation für längere Läufe über 30 Minuten.

    Koppeleinheiten

    Ich habe es beim letzten Mal schon gesagt – und geändert hat sich nichts: Ich sollte anfangen zu koppeln, sprich direkt nach dem Schwimmen aufs Rad oder nach dem Radfahren laufen gehen. Hin und wieder mache ich zwei Disziplinen am Tag, aber dazwischen ist dann meistens eine längere Pause.

    Persönlich

    Ich habe Schiss, und die Aufregung steigt – beides schaukelt sich gegenseitig hoch. Besonders vor dem Schwimmen habe ich bange, weil das Freiwasser einfach nicht gut läuft. Im Moment würde ich sagen, dass mir keine der drei Disziplinen besonders liegt und der Triathlon ein desaströses Ende nehmen wird – aber das kann nächste Woche schon wieder ganz anders sein, das weiß ich auch und als ich das gerade tippte dachte ich mir: „Ach, wird schon halb so wild und schiefgehen wirds sowieso!“

    Was mich auch ärgert: Ich gehe bei meinen Einheiten nie „all out“. Ich pushe mich nicht, jage den Puls nicht hoch, beiße mich nicht durch. Ich habe das Gefühl, dass mir das später zum Verhängnis werden könnte. Gleichzeitig ignoriere ich die Schwellen-Trainings von der Garmin, weil sie mir zu anstrengend sind. Ein Teufelskreis.

    Ausgaben

    • Meldegebühr: 40,00 €
    • 2 Badeanzüge: 50,00 €
    • Schwimmbrille: 15,00 €
    • Schwimmbrett: 8,00 €
    • Fahrradinspektion: 50,00 €
    • Tacho: 10,00 €
    • Rollentrainer: 15,00 €
    • Satteltasche: 6,00 €
    • 2 Paar Laufschuhe: 310,00 €
    • Klickpedale: 45,00 €
    • Klickschuhe: 65,00 €
    • Kurbelarmtausch: 20,00 €
    • 2 Trinkflaschen: 12,00 €
    • 3 Radhosen: 60,00 €
    • Gravelbike: 2000,00 €
    • Bike-Fitting: 180,00 €
    • Triathlonanzug: 120,00 €
    • Schwimmboje: 16,00 €
    • Ersatzschrauben für die Cleats: 9,00 €
    • Gesamt: 3.031,00 €

    Ausblick

    Ich bin ehrlich gesagt gerade ein bisschen lost. Von meinem ursprünglichen Trainingsplan, den ich vor drei Monaten aufgestellt habe, habe ich kaum etwas wirklich umgesetzt – weil es irgendwie hier und da einfach nie gepasst hat.

    Aktuell bin ich also planlos.
    Weil einen Plan zu haben, ihn aber nicht umzusetzen, ist halt nicht zielführend.

    Was ich mir für die letzten zwei Monate wünsche: öfter im Freiwasser zu schwimmen, um dort sicherer zu werden. Schneller werde ich da wahrscheinlich nicht mehr – aber die Unsicherheit treibt meinen Puls unnötig in die Höhe. Beim Radfahren und Laufen will ich zumindest die Form halten.

    Vielleicht könnte man in den zwei verbleibenden Monaten noch irgendetwas reißen. Aber ehrlich gesagt, möchte ich nichts überstürzen, da ich ein bisschen Angst habe mich unnötigerweise zu verletzen.

    Es bleibt spannend.

  • Triathlon-Tagebuch: Juni

    Schwimmen

    Freiwassergewöhnung. Damit wollte ich im Juni endlich starten. Endlich ist vielleicht übertrieben – graust es mich doch vor natürlichen Gewässern mit ihren Fischen und Algen. Aber zunächst wollte ich das Ganze im Mittelmeer beginnen. Wir waren für einige Tage auf Mallorca, und unser Hotel lag an einer kleinen Bucht. Ich stellte es mir sehr malerisch vor, in die Morgensonne zu schwimmen.

    Es war dann doch etwas ganz anderes: eine sehr salzige Angelegenheit – und die Erkenntnis, dass die Fische nicht eben das Weite suchen, wenn man da entlangschwimmt, sondern einen neugierig begutachten. Die Strömung war auch fies, und als an den folgenden Tagen die Wellen zunahmen, beschloss ich, es bei einem Versuch zu belassen – lieber dann im heimischen Naturbad im Stadtparksee.

    Als ich einer Bekannten davon erzählte, bald im Stadtpark schwimmen gehen zu wollen, hörte ich sie nur sagen: „Bei dem ganzen Gänseschiss?!?“ Aber mal ehrlich – wie viel Gänseschiss soll da schon sein? Viel.
    Und zum ersten Mal überlegte ich ernsthaft, mir eine Schwimmkappe zu holen, damit ich mir den Schiss nicht in die Haare schmiere. Meine To-do ist jetzt, den Bademeister zu fragen, welche Schwimmkappenfarbe er empfiehlt – damit die Jungs mich gut sehen können und ich mir nicht den Mist aus den Haaren waschen muss.

    Von meinen unterirdischen Zeiten im Freiwasser muss ich natürlich nicht reden – die seht ihr in der Tabelle.

    Es waren insgesamt wenige Schwimmeinheiten – das Wetter in Hamburg war sehr kalt und nass.

    Was ich fast vergessen hätte zu erzählen: Bisher schwamm ich immer auf einer 25-Meter-Bahn und empfand es als Zeitbetrug, dass ich mich ständig abstoßen konnte. Daher auch auf der To-do: Schwimmen auf einer 50-Meter-Bahn. Die gibt’s im Naturbad auch – dort gibt es sogar vier Bojen, sodass man auf ca. 370 m pro Runde kommt.
    Das Schwimmen auf so einer Bahn habe ich auch erledigt – und es wird jetzt erstmal versucht, öfter eingebaut zu werden.

    DatumDistanzZeitPace (auf 100m)Ø Herzfrequenz (Schläge pro Minute)Bemerkung
    11.06.0,1105:465:131381. Freiwasserschwimmen im Mittelmeer
    20.060,3517:445:04148Naturbad
    23.061,0000:27:382:45126Intervall
    24.061,1000:32:462:5413250m Becken

    Radfahren

    Es waren teure Kilometer – denn ich bin meiner Meinung nach viel zu wenig gefahren, habe aber viel in Zubehör fürs Radfahren investiert.

    Neue Trinkflaschen- und Handyhalterung, Lichter – und das Bikefitting (dazu kommt noch was). Eine kleine Anekdote: Meine Fitterin ist Triathletin, und wir quatschten ein bisschen darüber. Ich erzählte auch, dass ich im Stadtpark schwimmen gehen (gehen will), und sie so: „Da hast du dir ja das schlimmste Gewässer ausgesucht – mit dem ganzen Gänseschiss.“ – Scheint ein offenes Geheimnis zu sein, welches jeder kennt, außer ich.

    DatumDistanzZeitØ Geschwindigkeit (km/h)Ø Herzfrequenz (Schläge pro Minute)Bemerkung
    02.0640,9201:52:4021,81351. Ausfahrt mit Rosi 
    05.0652,5502:51:2018,41251. Graveltour (Hier nachlesen)
    19.0643,9601:58:5222,2137
    29.0623,3400:58:5923,7142
    29.0622,2801:03:2521,2143

    Laufen

    Letzten Monat noch die 100 Kilometer geknackt, diesen Monat nicht. Im Mai lief es wie am Schnürchen – im Juni, nach fünf Tagen All-inclusive-Urlaub, nicht mehr. Ich bin auch nicht wirklich wieder reingekommen – aber halb so schlimm. Das kommt wieder.

    Ich hatte sogar meine Laufsachen auf Mallorca dabei und habe es einmal geschafft, laufen zu gehen. Unser Hotel lag ja in einer Bucht, und wenn man sich das dann in Gedanken ausmalt, denkt man nicht an flaches Land, sondern an Hügel.
    So kämpfte ich mich unter der morgendlichen warmen Sonne knapp 2 Kilometer durch die Ortschaft und bezwang dabei 44 Höhenmeter. Für jemanden aus Hamburg ist das gleichbedeutend mit der Besteigung des Mount Everest – ich war fix und fertig und brach den Lauf ab.

    DatumDistanzZeitPace (auf 1km)Ø Herzfrequenz (Schläge pro Minute)Bemerkung
    01.06.6,5400:50:0307:39156
    03.063,3700:25:5407:41145
    06.066,8200:50:0507:20164
    11.062,2000:18:0408:1314544 Höhenmeter auf 2 Kilometer 
    18.064,5500:35:0507:42160
    23.064,0800:30:0107:21167
    24.067,0501:00:0608:31142Zone-2-Lauf
    26.061,1800:09:2808:00142abgebrochen
    30.06.1,3500:10:4908:00138abgebrochen

    Koppeltraining

    Man kann da jetzt noch nicht von echtem Koppeltraining sprechen, da meine Pausen zwischen den einzelnen Einheiten zu lang waren. Aber bisher hat es sich einfach noch nicht ergeben.

    DatumEinheit 1Einheit 2Bemerkung
    23.06SchwimmenLaufen
    24.06LaufenSchwimmen

    Krafttraining

    DatumRundenZeitBemerkung
    23.061 Runde00:17:53

    Wettbewerbe

    Es standen keine Wettkämpfe an, aber am 29.06. war ich Helfer beim Rookie-Test-Triathlon von einem Hamburger Triathlonverein.

    Bemerkung

    Ich habe meine Steuererklärung gemacht.

  • Den perfekten Laufeinstieg finden – für Übergewichtige

    Wenn man übergewichtig ist und sich denkt: „Ich fang jetzt mit dem Laufen an“, gibt es ein paar Dinge, die man unbedingt wissen sollte – um motiviert zu bleiben, sich nicht zu verletzen und langfristig Spaß daran zu haben. Dieser Beitrag hilft dir mit konkreten Tipps für Körper und Kopf.

    1. Lass dich nicht von Laufplänen entmutigen

    Viele Trainingspläne setzen voraus, dass bereits eine gewisse Grundfitness vorhanden ist. Wer übergewichtig ist oder lange keinen Sport gemacht hat, startet oft an einem ganz anderen Punkt – und das ist völlig okay. Lass dich nicht demotivieren, wenn du die angegebenen Zeiten oder Distanzen (noch) nicht erreichst. Du gehst deinen eigenen Weg.

    2. Vergleiche dich nicht mit anderen (besonders nicht im Internet)

    Jeder Körper ist anders. Manche Menschen machen schnell Fortschritte, andere brauchen länger – gerade mit höherem Gewicht. In den sozialen Medien sieht man häufig nur Extreme: schnell, schlank, durchtrainiert. Das hat mit der Realität von Laufanfängern wenig zu tun. Bleib bei dir – du machst das für dich, nicht fürs Internet.

    3. Setze dir realistische, kleine Ziele

    Viele starten mit dem Ziel, irgendwann einen Halbmarathon zu laufen – das ist ein schöner Traum. Doch der Weg dorthin besteht aus vielen kleinen, machbaren Etappen: Heute 10 Minuten mit Gehpausen, nächste Woche vielleicht 15. Diese kleinen Erfolge zeigen dir: Du kommst voran – Schritt für Schritt.

    4. Plane feste Laufzeiten ein

    Im hektischen Alltag ist es schwer, Zeit zu finden. Starte mit zwei fixen Lauftagen pro Woche und steigere dich nach und nach auf drei- bis viermal – wenn du möchtest. Feste Tage helfen bei der Routine, aber wenn dich das stresst, sag dir einfach: „Ich gehe diese Woche zweimal laufen – wann genau, entscheide ich spontan.“

    5. Laufen ist nicht der einzige Weg

    Gerade zu Beginn kann durchgehendes Laufen zu belastend sein. Ergänze dein Training mit gelenkschonenden Bewegungsformen wie Schwimmen, Radfahren, Walken oder Wassergymnastik. Das verbessert deine Ausdauer, bringt Abwechslung – und überfordert deinen Körper nicht.

    6. Gutes Schuhwerk ist ein Muss

    Ein stabiler, gut gedämpfter Laufschuh ist essenziell – besonders bei höherem Gewicht. Lass dich im Fachgeschäft beraten, idealerweise mit Laufanalyse. Gute Schuhe schützen Gelenke und Sehnen, beugen Überlastungen vor und machen das Laufen angenehmer.

    7. Kleidung muss gut sitzen – und Scheuern verhindern

    Wähle Kleidung, die gut verarbeitet ist und nicht einschneidet. Gerade bei Oberschenkeln, die aneinanderreiben, kann es sonst schnell zu Scheuerstellen kommen. Auch ein gut sitzender Sport-BH und funktionale Unterwäsche machen den Unterschied – für Komfort und Motivation.

    8. Starte mit Lauf-Geh-Intervallen

    Es ist völlig normal, anfangs keine fünf Minuten durchzulaufen. Beginne mit Intervallen – z. B. 1 Minute laufen, 1 Minute gehen, insgesamt 20–30 Minuten. So gewöhnst du deinen Körper sanft an die Belastung. Du wirst sehen: Mit der Zeit werden die Laufanteile ganz von allein länger.

    9. Weniger ist oft mehr – gönn dir Pausen

    Gerade mit mehr Gewicht benötigt der Körper ausreichend Regeneration. Zwei bis drei Einheiten pro Woche mit Ruhetagen dazwischen sind ein guter Start. Zu häufiges Training ohne Pause kann zu Schmerzen, Überlastung und Frust führen – und den wollen wir vermeiden.

    10. Höre auf deinen Körper oder trainiere nach Puls

    Dein Körper ist der beste Gradmesser: Wenn du dich beim Laufen noch unterhalten könntest („Schnaufen statt Keuchen“), passt dein Tempo.
    Wenn du eine Laufuhr hast, kannst du zusätzlich nach Puls trainieren – idealerweise im Zone-2-Bereich. Das ist der Bereich, in dem du deine Ausdauer am besten und schonendsten verbesserst.

    So findest du deine Zone 2:

    1. Maximale Herzfrequenz = 220 – Lebensalter
      (Beispiel: 220 – 40 = 180 bpm)
    2. Zone 2 = ca. 60–70 % der maximalen Herzfrequenz
      → also zwischen 108 und 126 bpm im Beispiel

    Ja, das bedeutet am Anfang oft ein langsames Tempo – vielleicht langsamer, als du es dir vorgestellt hast. Aber genau da passiert die Magie: Du wirst besser, ohne dich zu überfordern.

    11. Gib deinem Körper Energie – zur richtigen Zeit

    Du musst keine Diät machen, um mit dem Laufen anzufangen – aber dein Körper braucht Energie, um Leistung zu bringen. Achte darauf, nicht mit leerem oder zu vollem Magen zu starten: Iss idealerweise 2–3 Stunden vor dem Laufen eine normale Mahlzeit. Wenn du vorher Hunger bekommst, reicht ein kleiner Snack wie eine halbe Banane oder ein Müsliriegel.

    Auch Trinken ist wichtig: Schon vor dem Training ausreichend Wasser oder ungesüßten Tee trinken – wer mehr schwitzt, verliert auch mehr Flüssigkeit. Bei Hitze: Nimm etwas zu trinken mit oder plane einen Trinkbrunnen oder Supermarkt auf deiner Route ein. So bleibt dein Körper leistungsfähig – ohne Seitenstechen oder Kreislaufprobleme.

    Persönlich

    Als ich 2018 mit dem Laufen anfing – damals mit circa 93kg Gewicht auf 169cm Körpergröße – hatte ich einen großen Wunsch: irgendwann mal einen Halbmarathon laufen. Heute, sieben Jahre später, bin ich ihn immer noch nicht gelaufen – und weißt du was? Das ist okay. Meine Zeit wird kommen.

    Damals war ich hochmotiviert. Ich habe mich ständig mit anderen verglichen, Trainingspläne ausprobiert und genauso schnell wieder frustriert in die Ecke geworfen. Ich sah keine Fortschritte, spürte nichts – und hatte das Gefühl, nicht annähernd das zu leisten, was andere scheinbar mühelos auf Instagram & Co. präsentierten.

    Diese typischen Pläne, die dich in sechs Wochen zu fünf Kilometern in 30 Minuten bringen sollen? Die haben bei mir nicht funktioniert. Nicht damals – und auch heute nicht. Es hat Jahre gedauert, bis ich das wirklich akzeptieren konnte.

    Inzwischen stehe ich zwar immer noch auf Kriegsfuß mit den Trainingsempfehlungen meiner Garmin-Uhr, aber immerhin: Diese individuell zugeschnittenen Einheiten sind oft realistischer und machbarer als die Standardpläne.

    Trotzdem bin ich manchmal frustriert, wenn der Fortschritt ausbleibt – nicht mehr, weil ich mich mit der Claudia von Instagram vergleiche, sondern, weil ich mich mit meinen eigenen Daten messe. Und obwohl ich längst weiß, dass Fortschritte nicht linear kommen, sondern in Wellen – manchmal geht wochenlang gar nichts, und plötzlich läuft es wie von selbst – nervt es mich trotzdem. Und das ist auch in Ordnung so.

    Mach dich auf diese Berg-und-Tal-Fahrt gefasst.

    Fazit

    Laufen kann eine wunderbare Form der Bewegung sein – auch (und gerade) für übergewichtige Menschen. Wichtig ist, dass du dir selbst Zeit gibst, in deinem Tempo läufst und auf deinen Körper hörst. Mit guter Ausrüstung, realistischen Zielen und kleinen Schritten kannst du langfristig fit werden – und dabei sogar Spaß haben.